Pazifische Felsenauster
Art Crassostrea gigas
Die Auster schlechthin: länglich, tief, gewellt. Kam in den 1970ern aus Japan nach Frankreich und stellt heute fast die ganze Ernte.
Europäische Auster
Art Ostrea edulis
Die heimische Auster: rund, flach, fest im Biss, nussig bis metallisch. Selten geworden und deshalb eine kleine Kostbarkeit.
Portugiesische Auster
Art Crassostrea angulata
1868 landete eine Schiffsladung in der Gironde. Danach prägte sie hundert Jahre die französische Zucht, bis eine Krankheit sie um 1970 fast auslöschte.
Amerikanische Auster
Art Crassostrea virginica
Zu Hause von Kanada bis zum Golf von Mexiko. Glatte, tropfenförmige Schale, salzig-frisch; bekannt als Blue Point, Wellfleet oder Malpeque.
Kumamoto
Art Crassostrea sikamea
Klein, mit tiefer Schale, mild und fast süß, mit einem Hauch Melone. Stammt aus Japan und wird heute vor allem an der US-Westküste gezüchtet.
Olympia
Art Ostrea lurida
Die einzige heimische Auster der nordamerikanischen Pazifikküste, kaum größer als eine Münze. Kupfrig, mineralisch, intensiv.
Sydney-Felsenauster
Art Saccostrea glomerata
Australiens heimische Auster. Sie wächst langsam und schmeckt cremig, voll und mineralisch.
Fine de Claire
Frankreich Marennes-Oléron
Eine Felsenauster, die zum Schluss einige Wochen in den Claires reift, flachen Becken mit Lehmboden. Ausgewogen, jodig, nicht zu fleischig.
Spéciale de Claire
Frankreich Marennes-Oléron
Ebenfalls in den Claires verfeinert, aber deutlich fleischiger. Rund im Geschmack, mit süßlichem Abgang.
Pousse en Claire
Frankreich Marennes-Oléron · Label Rouge
Wächst monatelang in den Claires, mit viel Platz für jede Auster. Sehr fleischig, knackig, wenig salzig – die Krönung aus Marennes-Oléron.
Fine de Claire Verte
Frankreich Marennes-Oléron · Label Rouge
Eine Kieselalge in manchen Claires, die Blaue Navicula, färbt ihre Kiemen grün. Zart, mit feiner pflanzlicher Note.
Gillardeau
Frankreich Marennes-Oléron, Normandie, Irland
Familienhaus aus Bourcefranc, gegründet um 1898. Jede Auster trägt ein eingraviertes G. Fleischig, haselnussig, mit langem Nachhall.
Belon
Frankreich Südbretagne
Flache Austern aus der Mündung der Belon, wo Süß- und Salzwasser sich mischen. Kräftig, metallisch, nussig.
Cancale
Frankreich Bucht von Mont-Saint-Michel
Hier wechseln die Gezeiten so stark wie kaum anderswo in Europa. Felsen- und flache Austern, kräftig jodig; am Hafen isst man sie direkt vom Stand.
Arcachon
Frankreich Bassin d’Arcachon
Die Kinderstube der französischen Austernzucht: Hier setzt sich der Nachwuchs fest, traditionell auf gekalkten Dachziegeln. Mild und leicht süßlich.
Bouzigues
Frankreich Étang de Thau, Mittelmeer
In der Lagune von Thau hängen die Austern an Seilen im Wasser, Gezeiten gibt es kaum. Sie wachsen schnell und schmecken mild und süßlich.
Sylter Royal
Europa Sylt, Deutschland
Aus Deutschlands einziger Austernzucht, im Wattenmeer vor List. Eine Felsenauster, knackig und salzig wie die Nordsee.
Zeeuwse platte
Europa Oosterschelde, Niederlande
Flache Auster aus der Oosterschelde in Zeeland, rund um Yerseke. Fein salzig, fest, mit nussigem Nachhall.
Galway
Europa Irland
Wilde flache Austern aus der Galway Bay, gefeiert mit einem Austernfestival seit 1954. Kräftig, salzig, mineralisch.
Colchester
Europa Essex, England
Schon die Römer aßen die flachen Austern aus der Mündung der Colne. Fest, salzig, mit langem Nachgeschmack.
Limfjord
Europa Dänemark
Wild gefischte flache Austern aus dem kalten, klaren Limfjord. Knackig, sauber, leicht süßlich.
Blue Point
Welt Long Island, USA
Ein amerikanischer Klassiker von der Südküste Long Islands. Mild, salzig, sauber – die Auster der New Yorker Oyster Bars.
Kusshi
Welt British Columbia, Kanada
Eine Felsenauster, die beim Wachsen immer wieder getrommelt wird. So bleibt sie klein, tief und glatt. Süß und sauber.
Bluff
Welt Ostrea chilensis Foveaux Strait, Neuseeland
Wilde flache Austern aus der Foveaux Strait, gefischt nur von März bis August. In Neuseeland jedes Jahr ein Ereignis.